Natürlicher Dünger im Garten

Bei uns im Garten kommt kein chemischer Dünger zum Einsatz, wir benutzen auch keine Hornspähne oder ähnliches, weil wir festgestellt haben das wir das nicht brauchen.  Durch düngen mit Brennesseljauche und eine Art Rohdüngung nach Herwig Pommeresche haben wir super Ergebnisse erzielt und sind vollstens zufrieden. Was uns immer wieder begeistert ist, dass es oft die einfachsten Dinge sind, die den gewünschten Erfolg bringen. Und da fast überall Brennessel wachsen, kann es doch nichts besseres geben als sie zum Düngen zu benutzen. Und ebenso ist es mit der Rohdüngung, denn Bioabfälle hat eigentlich jeder Zuhause und es ist doch toll wenn diese Abfälle unseren Boden nähren.


Brennesseljauche:

 

Die Brennessel, für viele das gefürchtete Unkraut, bei uns findet sie in der Küche Verwendung oder wir nutzen sie als natürlichen Dünger. Die Jauche ist super einfach herzustellen und auch noch gut für die Umwelt. Brennessel wachsen eigentlich überall und das schöne ist es kostet nichts. Dafür müsst Ihr Brennesseln sammeln und in einen großen Eimer oder in eine Tonne füllen. Viele schneiden die Brennessel klein, wir nehmen sie aber immer im Ganzen und tun sie in einen großen Eimer bis er komplett voll ist. Das ganze wird dann mit Regenwasser aufgefüllt, zugedeckt und an einen sonnigen Ort gestellt. Dann beginnt der Gärungsprozess und die Brennessel werden Stück für Stück zersetzt. Wem der Gestank zu viel ist, der kann Gesteinsmehl hinzugeben, das hilft enorm. Am besten einmal täglich umrühren. Man sagt nach 2-3 Wochen ist es ungefähr fertig, aber das handhabt jeder anders. Bei uns ist es meist nach 2 Wochen fertig und Brennessel sind keine mehr zu sehen. Dann verdünnen wir das Ganze ungefähr 1:10 und gießen damit unsere Pflanzen. Auch hervorragend geeignet als natürliches Insektizid.


Rohdüngung nach Herwig Pommeresche

 

Durch Zufall sind wir auf die Düngemethode von Herwig Pommeresche gestoßen, der auch die Permakultur betreibt, und waren von der Idee begeistert unsere Küchenabfälle direkt in die Erde einzuarbeiten, und somit den Lebewesen Nahrung zu bieten. Und da wir uns häufig frischen Saft zubereiten, kommt es uns wie gelegen das Trester direkt als Dünger zu verwenden. Hierfür nehmen wir einfach das Trester und geben etwa eine handvoll in eine Gießkanne und füllen diese mit Regenwasser. Als nächstes machen wir mit dem Sauzahn eine Rille durch das Beet, gerne auch zwischen den Kulturen, und gießen dort das Regenwasser rein. Wir haben damit super Resultate erzielt. Das Material wird sehr schnell von den Bodenlebewesen zersetzt und so erhalten wir gleichzeitig gute Erde. Man kann auch alternativ, wenn man keinen Entsafter hat, seine Bioabfälle in einen Mixer geben und schön zerkleinern und dann den Vorgang wie beschrieben durchführen.


 

Mulchen

 

Vom Mulchen sind wir absolut begeistert! Das ist jetzt zwar nicht unbedingt als Dünger gedacht, sondern hat bei uns eher den Vorteil, dass wir in der Hauptsaison nur sehr wenig gießen müssen. Und natürlich hat es auch einen positiven Effekt für die Erde. Zum Mulchen benutzen wir im Sommer immer Grünschnitt weil wir davon eine Menge haben. Im Winter zum Beete abmulchen nehmen wir dann das Laub von den Bäumen. Wir nehmen einfach den Grünschnitt und geben eine wirklich dicke Schicht! auf die Erde und um die Pflanzen. Das hat den Vorteil, dass die Sonne dadurch nicht direkt auf die Erde scheint und somit bleibt sie schön feucht und trocknet an der Oberfläche nicht so schnell aus. Gerade im Hochsommer macht sich das wirklich bezahlt, wir mussten kaum gießen und haben uns somit Zeit und Arbeit gespart, und natürlich auch Regenwasser. Zusätzlich wird dem Beikraut wenig Raum gegeben zu wachsen, da es kein Licht bekommt. Und es werden auch die Bodenlebewesen dadurch von oben geschützt und wir haben festgestellt, dass der Boden schön "fluffig" bleibt und nicht so verklumpt. Zusätzlich ist die Erde vor Starkregen und Verschlämmung geschützt. Natürlich haben auch die Bodenlebewesen etwas davon wenn das Mulchmaterial langsam verrottet, somit ist es auch irgendwie eine Art Langzeitdünger. Das Mulchen hat also auch extreme Vorteile für unsere Erde und es wird alles wieder verwendet was im Garten an Material anfällt. Somit schaffen wir perfekte Kreisläufe und müssen uns auch nichts kaufen um unsere Erde zu verbessern etc.