Gemüsebeet anlegen - ohne Umgraben

 

Wenn auch dir der Gedanke gefällt verschiedene Schichten an organischen Material auf die Erde zu geben, anstatt in die Erde zu gehen und somit die verschiedenen Bodenschichten durcheinander bringst, dann kannst du dir auch ein Beet ohne Umgraben anlegen. Wir sind auf jeden Fall von der Methode begeistert, weil wir gleichzeitig auch "Gartenabfälle" wie Laub aus dem Garten verwenden können und somit Nahrung für die Kleinlebewesen verfügbar ist. Unser Beet haben wir Anfang März angelegt und ein paar Wochen später haben wir die ersten Aussaaten gemacht.

 

Schritt 1:

Zuerst solltest Du dir Gedanken machen an welchen Standort Dein Gemüsebeet später sein soll. Beachte hierbei auch welche Gemüsesorten eher sonnige oder halbschattige Standorte benötigen. Wenn Du dir über den Standort im Klaren bist, überlege Dir wie groß Dein Beet werden soll. Dann kann das Beet abgesteckt werden, sodass Du den Grundriss vor Augen hast. Du kannst Dein Beet ohne Umrandung gestalten oder wie wir es gemacht haben, das Beet mit Holzbrettern einrahmen, sprich wie einen kleinen "Zaun" darum bilden, so halten auch die unterschiedlichen Schichten von Material besser.

 



Schritt 2:

Jetzt kannst Du beginnen die unterschiedlichen Schichten auf dem Rasen zu verteilen. Da es ein Beet ohne Umgraben wird, muss zuerst Kartonage auf der Wiese verteilt werden, bis der ganze Rasen damit bedeckt ist. Achte hierbei darauf, dass alle Klebereste oder Schriftzüge entfernt sind. Durch die Kartonage wird das darunter liegende Gras und die Beikräuter erstickt und Regenwürmer werden angelockt. Alternativ kannst Du auch eine schwarze Folie über mehrere Wochen über dein zukünftiges Beet legen, das hat den gleichen Effekt. Als zweite Schicht kommt Mist auf den Karton, am besten eignet sich hierfür Pferde- oder Biokuhmist. Dieser dient als natürlicher Dünger und Nahrung für die Bodenlebewesen. Als nächstes wird Gesteinsmehl und Pflanzenkohle auf dem Mist verteilt. Das Gesteinsmehl verbessert die Bodenbeschaffenheit und macht den Boden zugleich basischer. Die Pflanzenkohle dient als Trägermaterial für Dünger und andere Stoffe wie Wasser. Sie enthält sehr hohe Anteile an organischem Kohlenstoff und zeichnet sich zudem durch eine große Oberfläche aus. Als nächstes wird eine ordentliche Schicht Laub darauf verteilt. Das Laub wird langsam von den Bodenlebewesen in der Erde zersetzt und dient somit auch als kostenloser Dünger. Als nächstes wird Komposterde darauf verteilt und als letztes noch einmal Gesteinsmehl und Pflanzenkohle. Und schon ist das Beet fertig und man kann gleich im Frühjahr mit den ersten Aussaaten starten. ツ Viel Spaß beim Nachmachen.

 



Vorteile der Methode:

  • die verschiedenen Erdschichten werden nicht durcheinander gewirbelt und somit sterben keine Bodenlebewesen
  • durch die unterschiedlichen Schichten entsteht enorm viel Leben in der Erde
  • es gelangen keine "schlafenden" Unkrautsamen von tieferen Erdschichten an die Oberfläche
  • die Bodenflora und Fauna wird nicht "gestört"

 

Nachteile der Methode:

  • man benötigt je nach Größe des Beetes viel Komposterde, Mist und Laub

 


Schau dir auch gern unser Video darüber an ;)