Der Bärlauch - lecker und gesund

Der Bärlauch wächst meist in Misch- und Auenwäldern, gerne an Flussufern und ist seit jeher als Heilkraut bekannt und findet in der Küche Anwendung. Im Frühjahr, meist Mitte März ist es soweit und wir sind voller Freude wenn der Bärlauch aus der Erde kommt. Wenn die Blätter groß genug sind, ist Erntezeit. Der knoblauchartige Geruch verbreitet sich im Wald und meist wächst der Bärlauch in Scharren, denn wenn er sich an einer Stelle wohl fühlt breitet er sich schnell aus. Vor Jahren haben wir eine tolle Stelle entdeckt, an der wir öfter sammeln gehen. Dort wächst der Bärlauch wirklich in großen Mengen und man braucht sich keine Sorgen machen, dass jemand zu kurz kommt beim Sammeln. Sobald unser Vorrat verbraucht ist, wächst die Freude auf das Frühjahr wenn es wieder Bärlauch Zeit ist. Mittlerweile wächst er auch in unseren Garten, da wir letztes Jahr ein paar Zwiebeln ausgegraben haben und im Garten eingesetzt haben und er hat sich vermehrt. Natürlich können wir davon noch nichts ernten, denn er muss sich erst noch verbreiten, aber das dauert wohl noch einige Zeit.


                Inhaltsstoffe:

  • Kalium
  • Kalzium
  • Phosphor
  • Magnesium
  • Selen
  • Vitamin C
  • ätherische Öle und vieles mehr

                 Er wirkt:

  • blutreinigend
  • antibakteriell
  • verdauungsanregend
  • entzündungshemmend
  • entgiftend
  • cholesterinsenkend
  • durchblutungsfördernd und vieles mehr

Achtung Verwechslungsgefahr!

Sammelt nur Bärlauch wenn ihr euch absolut sicher seid, dass es auch Bärlauch ist. Verwechslungsgefahr besteht mit dem giftigen Maiglöckchen und Herbstzeitlosen.

Unterscheidungsmerkmale:

Der Bärlauch hat einen hohlen und dreikantigen Stiel, die Blätter sind breit-oval und besitzen eine matte Blattunerseite. Jedes Blatt besitzt einen Blattstängel und die Blüte kommt aus einen extra Stiel. Das Maiglöckchen hat im Vergleich eine glänzende Blattunterseite und bildet immer zwei Blätter aus die am selben Stängel sitzen und ihn umhüllen. Falls das Bestimmen nicht anhand der Blätter möglich ist, kann man sich auch noch die Wurzel der beiden Pflanzen anschauen. Der Bärlauch bildet eine Zwiebel aus und das Maiglöckchen rhizomartige Wurzeln. Bei der Herbstzeitlosen wachsen die Blätter ungestielt aus einer Rosette, ähnlich bei bei dem Maiglöckchen und man findet die Herbstzeitlose anders als den Bärlauch eher auf Wiesen anstatt in Wäldern. Sie bildet ihre Blüten schon im Herbst aus und im Frühjahr entwickelt sie ihre Blätter.

Bärlauch

Maiglöckchen

Herbstzeitlose




Rezeptideen:

 

 

Bärlauch Suppe:

6 große Kartoffeln schälen, in Würfel schneiden und in einen Topf mit Brühe zum Kochen bringen und weiter köcheln bis die Kartoffeln gar sind. Frischen Bärlauch klein schneiden und mit den Kartoffeln pürrieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Fertig ist eine super leckere und leichte Bärlauchcremesuppe.

 


 

 

Bärlauch Pesto:

Wir machen das Bärlauch immer in unseren Hochleistungsmixer und füllen als erstes hochwertiges, kaltgepresstes Leinöl in den Mixer, sodass die Messer auf jeden Fall bedeckt sind und fügen dann nach und nach die Bärlauchblätter hinzu. Das ganze schmecken wir mit Salz und Pfeffer ab und fertig ist ein köstliches Pesto. Wir verwenden es für Nudeln, Dressings, Dips, Pfannengerichte, Zucchini Nudeln usw. Wir halten unser Pesto gerne einfach, natürlich kann man Pinienkerne oder was man eben will mit in das Pesto geben, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.


 

Kapern:

 

1. Variante

Wir pflücken auch liebend gerne die noch geschlossenen Blüten und machen uns daraus Kapern. Hierfür einfach Wasser mit Apfelessig, Zitronensaft, Salz und Senfkörnern aufkochen und kurz köcheln lassen. Die Knospen in ein Glas mit Schraubverschluss füllen und die heiße Flüssigkeit aufgießen, Wenn es abgekühlt ist einfach im Kühlschrank aufbewahren. Wir essen die Kapern gerne im Salat oder geben sie über Pfannengerichte. Eine Köstlichkeit die ihr unbedingt ausprobieren müsst.

 

2. Variante:

Die Kapern in Salzwasser einlegen, immer so das sie komplett mit der Salzlake bedeckt sind und 7-10 Tage bei Raumtemperatur stehen lassen. Wenn die Zeit vergangen ist, die Kapern ebenfalls im Kühlschrank aufbewahren. Wir lieben es uns Gemüse fermentieren zu lassen. Da nichts erhitzt wird gehen auch keine wichtigen Nährstoffe verloren und es bilden sich zusätzlich noch gesunde Milchsäurebakterien die gut für´s Immunsystem und für unseren Darm sind.

 


Der Bärlauch ist ein echter Allrounder, bei der Zubereitung sind keine Grenzen gesetzt. Man kann eine Bärlauchbutter herstellen, grünes Bärlauchbrot backen oder ihn einfach einfrieren. Wir naschen ihn auch gerne beim Sammeln einfach so und genießen den köstlichen knoblauchgeschmack. Falls ihr noch nie Bärlauch sammeln wart, haltet einfach mal die Augen offen wenn ihr im Wald unterwegs seid. Viel Spaß beim Sammeln :)

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